26.03.2014„Eine einzige Überraschungstüte“

Benjamin Zabel

SPD kritisiert wiederholt fehlendes Handeln des Oberbürgermeisters

Plauen – Für den morgigen Donnerstag lädt die Wirtschaftsförderung der Stadt Plauen zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung mit dem Titel „Wie weiter im Plauener Einzelhandel?“.

Dazu erklärt der Plauener SPD-Vorsitzende Benjamin Zabel:

„Für viele Stadträte ist die morgige Veranstaltung eine einzige Überraschungstüte. Klar ist nur, dass ein Einzelhandelskonzept bis Mitte des Jahres beschlossen werden muss. Unklar ist, welche Haltung der Oberbürgermeister zu den verschiedenen Positionen der Verwaltung vertritt und insbesondere wo die Einkaufsinnenstadt abgegrenzt wird.“

Über diese Frage herrschen bekanntlich in der Verwaltung gegensätzliche Auffassungen zwischen dem Baubürgermeister Sárközy und dem Wirtschaftsförderer Sorger. Die Wirtschaftsförderung, die dem Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters zugeordnet ist, vertritt laut einer Stellungnahme vom 24.03.2014 die Meinung, den sogenannten zentralen Versorgungsbereich auf Höhe der Stresemannstraße abzugrenzen. Die Bürgermeister Sárközy sieht hingegen auch auf der mittleren und oberen Bahnhofstraße Potential, durch die Ansiedlung von Einzelhandel neue Impulse zu setzen. Hierzu wird es auf der Informationsveranstaltung aber keinen Vortrag von Sárközy geben, sondern nur aktuelle Überlegungen zur Situation der Bahnhofstraße, vorgetragen von Herrn Hofmann, dem Leiter der Stadtentwicklung.

„Es schadet der Diskussion, dass der Oberbürgermeister als Verwaltungschef hier nicht vermittelt und auch keine eigene Position vertritt. Wir alle wissen um die Probleme und es kann nicht sein, dass das Stadtoberhaupt dazu keine eigene Meinung hat. Wenn man ernsthaft an einer Belebung der Innenstadt und an einer Stärkung des Einzelhandels interessiert ist, dann muss man als Verwaltung eine Haltung vertreten und sich nicht gegenseitig mit Stellungnahmen belegen. Man kann nur hoffen, dass die morgige Veranstaltung hilft, die Diskussion zu versachlichen und endlich zu Entscheidungen zu kommen. Überlegungen zur Belebung der Bahnhofstraße müssen aus meiner Sicht sehr sensibel angegangen werden und die beteiligten Anwohner, Einzelhändler und Interessierten müssen in die Überlegungen eingebunden werden“ so Zabel abschließend.




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