29.09.2014„Guter Lohn für gute Arbeit“

Benjamin Zabel

Zabel fordert Mindestlohn im Kulturbetrieb der Stadt Plauen als Selbstverständlichkeit

Plauen - Mit den Worten: „Der Mindestlohn wird uns im Vogtlandmuseum auf die Füße fallen“, appellierte am Donnerstag die Verwaltungs-Chefin des Plauener Kulturbetriebes Kerstin Fischer an die Mitglieder des Kultur- und Sportausschusses der Stadt Plauen. Sie meinte, dass der Mindestlohn enorme Einsparungen von Aushilfskräften, Stundenabbau und wiederum Kürzungen der Öffnungszeiten des Museums, der Bibliothek und des Vogtlandkonservatoriums mit sich führen könnte.

Benjamin Zabel, der eine konsequente Umsetzung des gesetzlichen Mindestlohn im öffentlichen Dienst für selbstverständlich hält, ärgerte sich über Fischers Aussage, da er die Befürchtungen übertrieben findet. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende der SPD/Grüne – Fraktion im Stadtrat der Stadt Plauen:

„Guter Lohn für gute Arbeit sollte im öffentlichen Dienst bzw. in öffentlich geförderten Institutionen schon längst eine Selbstverständlichkeit sein. Ich bin verärgert über diese Aussage der Betriebsleiterin, denn gerade in unserer Region ist eine anständige Bezahlung leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Es scheint sich mehr und mehr diese Haltung auch bei den Geschäftsführern und leitenden Angestellten im öffentlichen Dienst durchzusetzen, trägt doch der Austritt aus dem Kommunalen Arbeitgeberverband Sachsen für die Beschäftigten der Plauener Straßenbahn GmbH bis heute noch enorme Lohneinbußen mit sich. Ich erwarte von Frau Fischer, dass sie als Betriebsleiterin eines Eigenbetriebs eine angemessene Bezahlung als Selbstverständlichkeit sieht und den Entscheidungsträgern im Stadtrat anhand einer Personalentwicklungsplanung darstellt, wie das bestehende Angebot der Kultureinrichtungen erhalten werden kann und die Personalkosten in einem Rahmen bleiben. Im Zuge der Haushaltskonsolidierung müssen hier auch weiter Einspareffekte zwischen allen kommunalen Unternehmen gesucht werden, im Fall des Kulturbetriebs beispielsweise mit dem Theater oder der Stadtverwaltung selbst. Auch Kooperationen mit anderen Kulturinstitutionen, beispielsweise der Vogtland-Kultur GmbH sollten geprüft werden."




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