10.11.2015Pfeil: Plauen profitiert vom Wegfall des Betreuungsgeldes mit rund 640.000 Euro

Juliane Pfeil

Rathaus ist nicht zu drastischer Erhöhung der Elternbeiträge gezwungen

Plauen - "Wir freuen uns, dass der Bund in den kommenden drei Jahren ca. 100 Millionen Euro dem Freistaat Sachsen zur Verfügung stellen wird", erklärt Juliane Pfeil, Stadträtin der SPD/Grüne-Fraktion und Mitglied des Sächsischen Landtages. Nach dem Wegfall des Betreuungsgeldes werden den Ländern zusätzliche Mittel seitens des Bundes für Kindertagesbetreuung zur Verfügung gestellt. Von diesem Betrag wiederum wird knapp die Hälfte an die Landkreise und Kommunen des Freistaates weitergeben. "Die Haushaltskonsolidierung der Stadt Plauen muss somit nicht auf Kosten der Eltern erfolgen", so Pfeil. Das entsprechende Gesetz, welches die Verteilung der Gelder auf die Kommunen regelt, soll im Dezember im Sächsischen Landtag verabschiedet werden.

Christian Hermann, Stadtrat der SPD/Grüne-Fraktion und finanzpolitischer Sprecher seiner Fraktion, hat errechnet, dass der Stadt Plauen damit ca. 640.000 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren an Extrazuschüssen bereit stehen werden. "Durch die Entscheidung des Bundes wird die finanzielle Dramatik im städtischen Haushalt stark entschärft", erklärt Hermann dazu. "Demnach müssen die Elternbeiträge in der Stadt Plauen nicht in der ursprünglich angedachten Form erhöht werden."

Die Stadt Plauen kann somit im Jahr 2016 mit einem Zuschuss in Höhe von rund 110.000 Euro rechnen, im Folgejahr dann mit ca. 250.000 Euro und 2018 mit etwa 280.000 Euro.




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