30.08.2016SPD/Grüne-Fraktion lehnt Ausgliederung des Puppentheaters ab - Leistungsangebot wird zukünftig um die Hälfte reduziert

Christian Hermann (Porträt)

Plauen – Gegen die Stimmen von CDU, FDP/Initiative und Teilen der Fraktion Die Linke hat die SPD/Grüne-Fraktion die Verwaltungsvorlage zur Ausgliederung des Puppentheaters abgelehnt. In dieser Vorlage beabsichtigt die Stadt die Sparte Puppentheater aus der Theater Plauen-Zwickau gGmbH in eine Puppentheater Zwickau gGmbH zu überführen. Dieses Anliegen reduziert die Kosten für die Theater Plauen-Zwickau gGmbH. Die Zahl der Aufführungen wird jedoch auf Grundlage der neuen vertraglichen Vereinbarungen deutlich reduziert.

Zum Abstimmungsverhalten der SPD/Grüne-Fraktion erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Christian Hermann: "Der Vorschlag macht aus unserer Sicht wirtschaftlich Sinn. Wir sind der Stadt Zwickau dankbar, dass sie bereit ist, dass Puppentheater zukünftig in einer städtischen Gesellschaft zu betreiben. Die Aufführungen werden nun von der Stadt Plauen als Gastspiele eingekauft. In dem Vorschlag von Oberbürgermeister Oberdorfer und Kulturbürgermeister Zenner wird das Leistungsangebot allerdings von bisher 54 Vorführungen auf 26 reduziert. Wir haben vorgeschlagen, mindestens 35 Aufführungen auch zukünftig abzusichern. Dies wurde von einer Mehrheit des Stadtrates, insbesondere CDU und FDP/Initiative Plauen, abgelehnt. Die Kostenreduzierung des Theaters wird so vor allem auf dem Rücken vieler Kinder, die bisher die Angebote besucht haben, ausgetragen. Wir befürchten zudem, dass die Ausgliederung nur der Anfang weiterer Leistungsreduzierungen des Theaters ist. Wir haben dem Grundlagenvertrag der Gesellschafter zur Finanzierung des Theaters im Jahr 2014 nur unter der Auflage zugestimmt, dass die Landkreise Vogtland und Zwickau in die Finanzierung eingebunden werden. Dies ist bisher erfolglos. Zudem soll ein Strukturkonzept erstellt werden, zu dessen Umsetzung der Stadtrat regelmäßig zu beteiligen ist. Der Oberbürgermeister hat unseren Vorschlag, dies nun regelmäßig im zuständigen Kultur- und Sportausschuss zu besprechen, zugestimmt. Wir werden so weiter darauf hinwirken, dass das Plauener Theater als produzierendes Mehrspartentheater erhalten bleibt. Von uns wird es keine Unterstützung der Salamitaktik von Herrn Oberdorfer und Herrn Zenner zur weiteren Reduzierung des Leistungsangebotes des Theaters geben."




Links und Weiterführendes