08.09.2016Dittes-Grundschule: Eltern müssen endlich einbezogen werden - SPD/Grüne-Fraktion fordert Stadt zu Beteiligungsprozess auf

Juliane Pfeil

Plauen – Schimmel an den Wänden, der Schulhof viel zu klein, ein Sportplatz, der nicht genutzt werden kann und eine gefährliche Bundesstraßenquerung: Zum Tag der offenen Tür im künftigen Domizil der Dittes-Grundschule an der Seminarstraße sparten die Eltern nicht an Kritik gegenüber Bürgermeister Steffen Zenner (CDU). "Die Mängel, die durch die Elternschaft angesprochen worden sind, entsprechen den Tatsachen", erklärte Elternsprecher Marek Kubitzki. Auch Schulleiter Thomas Melzer bestätige, dass noch viel Arbeit vor der Stadt Plauen läge: "Das Gebäude steht seit drei Jahren leer, im Innenbereich ist eine Renovierung an vielen Stellen notwendig, auch die Deckenhöhe ist ein Problem. Ohne den Einbau von Schallschutz wäre an einen normalen Unterrichtsablauf nicht zu denken, denn man würde sich nicht verstehen."

Gegenwärtig lernen über 130 Kinder an der Dittes-Grundschule - mit steigender Tendenz. "Die Sicherheit der Schüler und die Machbarkeit des Unterrichts stehen für mich an erster Stelle", erklärte der Schulleiter. Besonders die Eltern fühlen sich abgehängt: viele haben sich für die Schule auch wegen dem jetzigen Standort an der Dittesstraße entschieden, da es sich um eine Campus-Schule handelt, in der von der 1. bis zur 12. Klasse gelernt werden kann. "Die Stadt hat die Eltern nicht angehört, viele sorgen sich auch wegen der Bundesstraße, die von vielen Kindern überquert werden muss, um zur neuen Schule zu gelangen", so der Elternsprecher. Aus diesem Grund möchte die Fraktion aus SPD/Grüne die Elternschaft unterstützen. In der nächsten Stadtratssitzung soll Bürgermeister Oberdorfer mittels Antrag dazu aufgefordert, in einen Dialog mit den Eltern und Schülern zu gehen. "Wir fordern von der Stadt, endlich in einen Beteiligungsprozess zu treten und gemeinsam mit den Eltern und deren Kindern Lösungswege zu entwickeln, wie der Umzug, den auch meine Fraktion unterstützt, gelingen kann", untermauerte Stadträtin Juliane Pfeil-Zabel. "So sollte u.a. eine Elternversammlung unter Leitung der Stadt realisiert werden, auch ein Ideenwettbewerb wäre denkbar", fügte die Politikerin an.

Schulleiter Thomas Melzer: "Wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen würden, dann wäre meine Schule sicherlich eine der schönsten Plauener Schulen mit einem angeschlossenen Hort, einer eigenen Turnhalle und einem eigenen Sportplatz. Ich bin im Grunde positiv gestimmt, dass uns das gelingen kann."




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