20.06.2017Sonnenbrand und gute Gespräche zum Stadtteiltag in Chrieschwitz

Juliane Pfeil (Porträt)

Benjamin Zabel (SPD), Fraktionsvorsitzender der SPD/Grüne-Fraktion im Plauener Stadtrat, und sein Stellvertreter, Christian Hermann (SPD), verbrachten am Montag gemeinsam mit der Plauener Landtagsabgeordneten und Stadträtin Juliane Pfeil-Zabel (SPD) rund 13 Stunden im Stadtteil Chrieschwitz, um Schulen und Vereine zu besuchen – aber vor allem, um mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen.

Der Tag begann um 8 Uhr mit einem Rundgang durch die Montessori-Oberschule. Dort stand insbesondere der Ausbau des Gebäudes für Oberschule und Gymnasium auf der Tagesordnung. Weiter ging es zu einem Gespräch bei der Wohnungsbaugesellschaft Plauen mit anschließender Stadtteilbegehung, an der auch Bürger teilnahmen. Hier wurde insbesondere der bauliche Zustand von Straßen und Gehwegen sowie die Situation am Netto-Markt ins Zentrum der Gespräche gerückt, aber auch der hohe Graswuchs im Quartier bemängelt und auf Hundekot hingewiesen. In der Kleingartensparte Frohsinn folgte um 12 Uhr ein weiterer öffentlicher Termin. Dort stand zunächst ein Rundgang durch die Anlage auf dem Programm, ehe sich mit Anwohnern über die Verkehrssituation an der Äußeren Reichenbacher Straße unterhalten wurde. Lärm, häufige Geschwindigkeitsübertretungen, Falschparker, eine fehlende Straßenquerung für Fußgänger und der schlechte Zustand des Gehweges sind hier als Problemfelder genannt worden.

Eine der wohl größten Baustellen in Chrieschwitz stellt der Zustand der Grundschule "Am Wartberg“ dar. Christian Hermann dazu: "Es ist für uns unverständlich, warum die für 2018 vorgesehene Generalsanierung der Grundschule ‚Am Wartberg‘ offenbar verschoben ist und wir vor Ort von Elternsprechern erfahren mussten, dass Bürgermeister Steffen Zenner dafür frühestens 2019 oder 2020 eine Sanierung in Aussicht stellt. Die Prioritätenliste ist im Januar 2017 im Bildungs- und Sozialausschuss vorgestellt und verabschiedet worden, im Haushalt aber nur die Turnhallensanierung bis 2020 mit 725.000 Euro vorgesehen. Wir haben den dringenden und massiven Sanierungsbedarf vor Ort erkannt: uralte Toilettenanlage, undichte Fenster, häufige Heizungsausfälle, kein Warmwasser, Wasserschäden im Gebäude, herabstürzende Fassadeteile, die schon die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler gefährden." Elternvertreter Markus Ritter, dessen Kind die 4. Klasse der Grundschule besucht, pflichtet ihm bei: "Der bauliche Zustand und die zunehmende Verschlechterung in den vergangenen Jahren ist mehr als fraglich. Es wäre wichtig, dass die Schule schnellstens saniert und das Vorhaben nicht weiter auf die lange Bank geschoben wird."

Nach dem Besuch der Grundschule ging es auf Stippvisite in das Jugendzentrum Oase, wo bei Kakao und Kuchen mit den Steppkes über Positives wie Negatives gesprochen worden ist. Juliane Pfeil-Zabel: "Uns wurden von den Kindern und Jugendlichen geschildert, dass Alkohol- und Drogenkonsum im Stadtviertel eine Rolle spielen. Das mindert die Lebensqualität und führt zu Unsicherheit. Die Jugendclubs vor Ort leisten präventiv eine hervorragende Arbeit und sind mit ihrem vielfältigen Angebot und ihrer zentralen Funktion unverzichtbar."

Abgeschlossen wurde der Stadtteiltag mit einem offenen Bürgerforum in der AWO Seniorenpflegeeinrichtung am Kastanienweg 1, wo die Ergebnisse des Tages zusammengefasst und weitere Anliegen der Bürgerinnen und Bürger zur Bearbeitung mitgenommen wurden. Benjamin Zabel dazu: "Wir haben uns heute einen ordentlichen Sonnenbrand im Chrieschwitzer Hang geholt. Für die vielen guten Gespräche und Eindrücke hat sich das aber gelohnt. Der Hang hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt, ist grüner geworden und von vielen ehrenamtlichen Initiativen wird eine hervorragende Arbeit geleistet."




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