12.10.2017„Die Jugend ist unsere Zukunft“ – Stadtteilrundgang in Plauen Nord deckt Probleme der Bewohnerschaft auf

Christian Erdmann (Porträt)

Plauen – Die Stadträte Klaus Gerber (Bündnis 90/Die Grünen) und Christian Erdmann (SPD) verbrachten den gestrigen Tag gemeinsam mit der Plauener Landtagsabgeordneten und Stadträ-tin Juliane Pfeil-Zabel (SPD) im Plauener Norden, um Firmen, Vereine und Kindertagesstätten zu besuchen – aber vor allem, um mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen.

Der Tag begann um 8 Uhr mit einer Besichtigung der Kindertagestagesstätte Gänseblümchen. Dort stand die Diskussion über die fehlende Vor- und Nachbereitungszeit für Erzieherinnen und Erzieher und der Betreuungsschlüssel auf der Tagesordnung. Weiter ging es zu einer Besichti-gung der Konstrukta GmbH und einer Führung durch das Industriegebiet Nach dem Essigsteig, an der auch Bürger teilnahmen. Hierbei wurde thematisiert, dass es für die Plauener Unterneh-mer schwierig sei, geeignete Auszubildende zu finden. Die Werbemöglichkeiten für die ansässi-gen Firmen seien nicht gegeben. Eckhard Sorger, von der Wirtschaftsförderung Plauen, wurde aus diesem Grund auf das Problem hingewiesen, dass sich nicht alle Firmen bei der Ausbildungsmesse präsentieren können.

Nach der Mittagspause machten sich die Stadtteilbeauftragten auf den Weg zur Elterninitiative Hilfe für Behinderte und ihre Familien Vogtland. Der Verein stellte den Anwesenden seine Tätigkeitsfelder vor und berichtete darüber, wie es um die Inklusion von Menschen mit Behinderung im Stadtgebiet steht. Die Frage, wie geht es der Abfallentsorgung Plauen, drei Jahre nach dem Inkrafttreten der Gebietsreform nach dem Sächsischem Kreisneugliederungsgesetzes, war der Anlass für den Besuch. Die kommunalen Entsorgungsaufgaben übernimmt das Unternehmen seit diesem Zeitpunkt nicht mehr.

Am späten Nachmittag wurde im Kinder- und Jugendtreff Markuskeller diskutiert. Der Treffpunkt für Kinder und Jugendliche wurde erst im Frühjahr dieses Jahres wieder eröffnet. Doch die Akteurinnen und Akteure des Klubs plagen weiterhin Existenzängste. Man wisse nicht, ob der Bestand des Markuskellers gesichert ist. Gerade im sozialen Bereich würde zu viel gekürzt werden. Klaus Gerber, der sich ehrenamtlich im Kinder- und Jugendtreff engagiert, geht bei dem Gespräch auf diesen Punkt ein: „Der Keller in der Markuskirche ist eine zentrale Anlaufstelle für die Jugendlichen in Haselbrunn. Hier können sie sich mit Freunden treffen und über ihre Probleme sprechen. Wir müssen daher alles dafür tun, dass der Ort erhalten bleibt. Die Jugend ist unsere Zukunft, bei ihnen sollten wir nicht sparen.“




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