04.01.2013Zabel definiert klare Ziele seiner möglichen Bundestagskandidatur

Benjamin Zabel

„Der Abwanderung junger Fachkräfte müssen gut bezahlte Arbeitsplätze entgegengesetzt werden!“

Mit Jahresbeginn äußert sich der mögliche vogtländische SPD-Bundestagskandidat und Vorsitzende der Plauener SPD, Benjamin Zabel, erstmals deutlich zu den Zielen seiner angestrebten Kandidatur.

Zabel, der sich als Vertreter aller Vogtländerinnen und Vogtländer sieht, will die prekäre Arbeitsmarktsituation und den anhaltenden Zustand der hohen Abwanderung von qualifizierten Fachkräften in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes rücken. Nicht zuletzt die aktuellen Arbeitslosenzahlen verdeutlichen, dass trotz des Bevölkerungsrückgangs mehr Menschen in die Arbeitslosigkeit fallen und gleichzeitig die Langzeitarbeitslosigkeit stagniert. Im Gegensatz zum bundesdeutschen Trend verliert die Region sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Dem hohen Arbeitsplatzverlust, insbesondere im industriellen Sektor, werden keine neuen Arbeitsplätze zugeführt.

„Die Probleme in unserem Vogtland sind weitaus größer als in vergleichbaren Regionen Deutschlands. Nicht nur, dass viele Arbeitnehmer in andere Arbeitsorte pendeln müssen, die Region verliert täglich junge, exzellent ausgebildete Menschen. Dem müssen wir endlich gut bezahlte Arbeitsplätze und ein lebenswertes Umfeld im Vogtland entgegensetzen. Da gibt es noch viel zu tun!“

Durch die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes wurde insbesondere Arbeitsverhältnisse im Niedriglohnbereich, in der Leiharbeit oder in Form von Mini- und Midi-Jobs im Vogtland gestärkt. Die Folgen sind im Vogtland besonders stark ausgeprägt:

„Der Anstieg der Leiharbeit um 72% im Vogtlandkreis seit 2005 stellt ebenso ein großes Problem dar, wie der massive Zuwachs an Minijobbern oder Arbeitskräften mit Verdiensten deutlich unter der Niedriglohnschwelle. In kaum einer anderen Gegend Deutschlands wird die Altersarmut so deutlich ausgeprägt sein, wie bei uns. Ihre Folgen werden zukünftig nicht nur ein finanzielles, sondern soziales bzw. gesellschaftliches Problem darstellen, das es gemeinsam zu lösen gilt“ stellt Zabel in deutlichen Worten fest.

Gleichfalls betont Zabel das Problem des Fachkräftemangels, denn der Wettbewerb um die Fachkräfte hat längst begonnen und das Vogtland ist darauf noch immer nicht eingestellt:

„Ohne einen flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohn, einem neuen Vergabegesetz mit Tariftreueregelung sowie einem regionalen Ausbildungspakt wird sich an dieser Situation nichts ändern. Die Arbeitsagentur als Verwaltung des Problems kann es nicht allein lösen, hier muss das Zusammenwirken von Wirtschaft, Politik und Gewerkschaften deutlich verstärkt und verbessert werden.“

Zabel, der sich in der Gewerkschaft ver.di engagiert und Mitglied des DGB-Kreisvorstandes Vogtland ist, sieht in der Lösung der Arbeitsmarktprobleme eine wichtige Grundlage, um der weiteren Abwanderung, Verarmung und massiven Zunahme der Niedriglohnarbeit entgegenzuwirken.

Bei den anstehenden Vorstellungen der drei SPD-Bewerber um die Bundestagskandidatur im Vogtland will der Plauener den westsächsischen Arbeitsmarkt als Schwerpunktthema einbringen. Die erste Veranstaltung findet am Dienstag, 08.01.2013 um 19:00 Uhr im SPD-Büro in der Breitscheidstraße 14 in Auerbach statt.




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